Die zweifache Olympiasiegerin siegt auch beim Meeting in Sankt Petersburg. Rekordmann Thorpe patzt auf seiner Paradestrecke.
Erneuter Sieg für Britta Steffen, weitere Pleite für Ian Thorpe, Weltrekord durch die US-Girls: Bei den letzten Wettkämpfen des Jahres sorgen noch einmal die Stars der Schwimm-Szene für Schlagzeilen. Während Olympiasiegerin Steffen ihre Erfolgsserie nach der Kurzbahn-EM in Stettin auch beim Meeting in St. Petersburg fortsetzte, schwamm das australische Idol Thorpe in Riccione auch über seine einstige Paradestrecke 200 m Freistil weit hinter der Weltspitze her.
Die Amerikanerinnen drückten derweil in Atlanta die alte Bestmarke über 4x100 m Lagen um über zwei Sekunden. Steffen verfehlt EM-Siegerzeit knappAm ersten Tag des Salnikow-Cups blieb Steffen über 50 m Freistil in 24,13 Sekunden nur 12 Hundertstel über ihrer EM-Siegerzeit von Stettin. In Polen hatte die Berlinerin über 50 und 100m Freistil zwei Einzel-Wettbewerbe gewonnen und zudem mit der Kraulstaffel den Titel geholt. Für einen zweiten deutschen Sieg in Russland sorgte Daniela Schreiber, die über 200 Meter Freistil in 1:56,55 Minuten gewann. Meeuw wird FünfterLagen-Europameisterin Theresa Michalak musste sich über 100 m Schmetterling mit Platz drei (59,27) und über 100 m Brust mit Platz vier (1:07,63) begnügen. Ex-Europameister Helge Meeuw, der auf die EM verzichtet hatte, wurde über 100 m Rücken in 52,41 Sekunden Fünfter.
Zweite Pleite für Thorpe
Beim Langbahn-Meeting in Riccione kassierte der fünfmalige Olympiasieger Thorpe beim ersten Start über 200 m Freistil nach seinem Comeback eine schwere Niederlage und landete in indiskutablen 1:51,51 Minuten nur auf dem zehnten Platz. Sieger Sebastiaan Verschuren aus den Niederlanden schlug nach 1:48,20 Minuten an. Bereits am Freitag war Thorpe über 100 m Freistil als 16. hinterhergeschwommen. Biedermann hält RekordThorpes Bestzeit über die vier langen Bahnen liegt seit seinem WM-Gold 2001 in Fukuoka bei 1:44,06 Minuten, damals Weltrekord. Die aktuelle Weltbestmarke stellte Paul Biedermann mit 1:42,00 bei der WM 2009 in Rom in der Ära der High-Tech-Anzüge auf. (Vertragsauflösung: DSV schließt Kapitel Lange).Zum Auftakt des Vergleichs-Wettkampfs "Duell in the Pool" in Atlanta gegen eine Europa-Auswahl pulverisierte die Lagenstaffel der Amerikanerinnen die alte Weltbestmarke auf der Kurzbahn. Bestzeit für US-StaffelNatalie Coughlin, Rebecca Soni, Dana Vollmer und Missy Franklin blieben in 3:45,56 Minuten klar unter der bisherigen Bestmarke (3:47,97), die vor zwei Jahren ebenfalls von einer US-Staffel geschwommen worden war - damals allerdings in inzwischen verbotenen High-Tech-Anzügen. Austragungsorte der Sommerspiele 1928 Amsterdam Niederlande 1956 Melbourne Australien 1972 München Deutschland 2012 London Großbritannien 2016 Rio de Janeiro Brasilien
Die erst 16 Jahre alte Franklin ist damit an den einzigen beiden Frauen-Weltrekorden der Nach-Anzug-Ära beteiligt: Die Dreifach-Weltmeisterin von Schanghai hatte im Oktober in Berlin bereits die Kurzbahn-Bestmarke über 200 m Rücken auf 2:00,03 Minuten gedrückt. In Atlanta verpasste Franklin über die lange Rückendistanz in 2:00,14 nur hauchdünn einen weiteren Weltrekord. Simmons mit Europa-RekordDie Britin Elizabeth Simmons drückte als Zweite den Europarekord um acht Hundertstel auf 2:00,83. Natalie Coughlin sorgte als Startschwimmerin der Lagenstaffel zudem in 55,97 über 100 m Rücken ebenso für einen neuen US-Rekord wie Caitlin Leverenz über 400 m Lagen (4:24,62). Nach dem ersten Tag liegt die US-Auswahl deutlich mit 93,5:28,5 Punkten vor den Europäern, die ohne deutsche Starter nach Georgia gereist sind.

Twitter
Myspace
Mister Wong
Digg
Del.icio.us
Yahoo
Technorati
Googlize this
Blinklist
Facebook
Wikio

RSS Feed abonnieren





