Leipzig (dpa) - Die Nationalmannschaften im Handball und Schwimmen müssen ihre Wettkampfkleidung verändern. Künftig dürfen auf den Trikots und Anzügen nicht mehr die bisherigen Verbandsembleme mit Adler und Schriftzug abgebildet sein.
Das verstößt gegen eine Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium des Innern (BMI) und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Das Ministerium hat nach dpa-Informationen die Verbände unter Androhung von Sanktionen aufgefordert, nur noch Wettkampf-Outfits mit dem Bundesadler zu tragen.
Der Deutsche Handballbund (DHB) wird der Forderung erstmals im Dezember nachkommen. Die Frauen-Nationalmannschaft soll bei der WM in Brasilien mit dem Bundesadler statt des Verbandslogos auflaufen. Anschließend sollen auch die weiteren Auswahlteams mit der veränderten Bekleidung ausgerüstet werden. Kosten: knapp 60 000 Euro.
Zu den Olympischen Spielen in London, für die die Handball-Mannschaften noch nicht qualifiziert sind, bekommen alle Teilnehmer eine einheitliche Sportausrüstung mit dem Bundesadler. Anschließend gibt es eine neue Kollektion, bei der die geforderten Veränderungen bereits berücksichtigt sein sollen. Gleiches gilt für die Schwimmer, die mit dem Verbandslogo nur noch bei der Kurzbahn-EM im Dezember und der Langbahn-EM im Mai antreten wollen.
Keine Auswirkung hat die Vereinbarung des BMI mit dem DOSB auf den Deutschen Fußball-Bund. Dieser kann sein Verbandslogo mit dem Adler, dem Doppelkreis und dem Schriftzug wegen Bestandsschutzes behalten. Die Embleme von DHB und DSV waren nach DFB-Vorbild entworfen worden.
Mehr: http://www.giessener-anzeiger.de/sport/national_und_international/sportmix/11256182.htm

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